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14.02.2011 - Worldcup 2010

 

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3. Indiaca Worldcup 2010

Obwohl den Indiaca-Spielern des CVJM Kamen die Tickets zum 3. World Cup im letzten Jahr verwehrt blieben, konnte man auf dem Parkett in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands und Austragungsort des letztjährigen Weltpokals, vier CVJM-Akteure aktiv erleben.

(baz) Obwohl den Indiaca-Spielern des CVJM Kamen die Tickets zum 3. World Cup im letzten Jahr verwehrt blieben, konnte man auf dem Parkett in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands und Austragungsort des letztjährigen Weltpokals, vier CVJM-Akteure aktiv erleben.

Danny Thiele, Frederike Schmidt, Benjamin Mies und Alexander Weber starteten in der Universitätsstadt für den Luxemburger Verein „Indiaca Bettendorf" und rechneten sich im Vorfeld, so Weber, „mindestens ein Platz auf dem Treppchen" aus.

Die Luxemburger, so etwas wie der Abonnement-Meister im eigenen Lande, hatten sich zwar für das Großereignis in Tartu qualifiziert, konnten berufsbedingt aber nur mit einer Rumpfmannschaft den Flug in das geistige Zentrum Estlands antreten. „Da wir schon seit über zehn Jahren ein sehr gutes Verhältnis zu den Luxemburgern haben, kam sehr schnell die Idee auf, mit ein paar Spielern auszuhelfen", erklärt Danny Thiele, der den Federball bereits seit seinem 14. Lebensjahr über das Netz drischt. Früher habe er Tischtennis gespielt, sogar in der Landesliga, führt der mittlerweile 32jährige aus, aber „beim Indiaca überwiegt eben der Teamgeist, und das gab damals neben den internationalen Kontakten den Ausschlag."

Mittlerweile verbucht der Webdesigner zwei erste WM-Plätze (Estland 2001, Japan 2004) sowie einen ersten und einen dritten Rang beim World Cup (2002 in Karlsruhe bzw. 2006 in Estland), außerdem darf er sich als Trainer über den Titelgewinn im Mixed bei der WM 2008 freuen.

Und so verwundert es auch nicht weiter, dass die Bettendorfer Damen den Kamener sogar als Trainer engagierten. Kurzerhand organisierten die Sportler in der Gesamtschul-Sporthalle ein gemeinsames Trainingscamp, und so standen für mehrere Stunden Trainingsideen, Spieltaktiken und körperliche Fitness im Vordergrund. Um den Teamgeist noch zu fördern, stand am Abend ein  gemeinsames Essen auf dem Trainingsplan.

So gerüstet schnupperten die drei Kamener Herren nach 2002 in Karlsruhe – von dort kehrte die erste Herrenmannschaft  des CVJM als beste Vereinsmannschaft der Welt an die Seseke zurück - und 2006 im estischen Viljandi (Platz 3) auch in 2010 Weltpokal-Luft.

In der Vorrunde hielt man sich auch mehr als schadlos, denn Ülenurme (EST), Plus One (JAP) und Indiaca Malterdingen (GER) wurden mit jeweils 2:0 aus der Halle gefegt, ein echter Prüfstein wurde dann das einheimische Team Elion SK, das mit 27:25 und 25:19 ebenfalls geschlagen wurde. Im Finale erwies sich dann der TSV Grünwinkel als zu stark, und nach einem deutlichen 19:25 bzw. 16:25 mussten sich die Bettendorfer mit dem 2. Rang begnügen.

Gar nicht rund lief es bei den Damen, hier schafften die Luxemburger mit Frederike Schmidt in ihren Reihen nur einen Vorrundensieg gegen Ülenurme (2:1), alle anderen Sätze gegen Shougun (JAP), SFG Morbio aus der Schweiz sowie die TVK Wattenscheid, dem späteren Turniersieger, wurden glatt abgegeben.

„Möglich machte den Einsatz unserer drei Spieler erst eine Entscheidung des Weltverbandes 2004 in Japan", ist der CVJM-Vorsitzende Dirk Marquardt gar nicht mal so begeistert von der rechtlichen Möglichkeit, in die Trikots anderer Vereine schlüpfen zu können: „Das ist natürlich ein Schritt weg vom Vereinscharakter, aber wir haben es sportlich in diesem Jahr eben nicht geschafft, und es ist wohl so wie Berti Vogts es seinerzeit ausdrückte: auch im Indiaca ist die Breite in der Spitze dichter geworden", sieht er sein Herrenteam aber „nach dem Umbruch, so in zwei bis drei Jahren, wieder im oberen Bereich." Dann sind es möglicherweise die Spieler anderer Vereine, die über den CVJM ihr Ticket zum Weltpokal buchen.

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Geschrieben von Oliver Wojcik | aktualisiert am Sonntag, 27. Februar 2011 23:21

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