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Indiaca WM Luxemburg 2008 |
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Geschrieben von Sebastian Ostermann
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Kamener Spieler gewinnen Gold in Luxemburg
Fröhliche Gesichter bei der Siegerehrung und der Überreichung des
Pokals, ausgelassene Stimmung nach dem Finale – die drei Kamener
Spieler im Kader der Mixed-Nationalmannschaft hatten eine anstrengende,
aber sehr erfolgreiche Indiaca-Weltmeisterschaft in Luxemburg hinter
sich. In einem nahezu perfekt organisierten Turnier mit
weltmeisterschaftlicher Stimmung gelang es, die lange Vorbereitung auf
diese Wettkämpfe zu einen erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Doch das Gold des Weltmeisters mussten sich die Kamener Spieler
hart erarbeiten. In einem sehr starken Teilnehmerfeld war lange nicht
klar, ob sich der Traum von Gold verwirklichen ließe. Besonders die
Mannschaften aus Japan und Estland galten als Mitbewerber um den Titel.
Und beiden sollte das Team um Trainer Danny Thiele bereits in der
Vorrunde begegnen. Dort setzte man sich erst souverän gegen Polen und
Luxemburg in zwei Sätzen durch, doch gegen die Schweiz begann die
Mannschaft, in der neben Spielern aus Kamen je eine Wattenscheiderin,
eine Halternerin, ein Gladbecker und vier Karlsruher standen, zu
wanken: Man hatte die Eidgenossen einfach unterschätzt, die mit einem
effizienten Angriffsspiel die Deutschen unter Druck setzen konnten und
ihnen den zweiten Satz verdient abnahmen. Erst im entscheidenden
dritten Satz war die Konzentration wieder voll da, so dass er an das
Team um Rekordnationalspieler Stephan Ostermann ging. Im vorletzten
Vorrundenspiel gelang es Japan mit spektakulären Abwehraktionen als
einziger Mannschaft, den Deutschen ein Spiel abzunehmen. Nun ging es im
letzten Spiel gegen den früheren Weltmeister aus Estland, den aber
David Bauer durch eine souveräne Leistung nahezu im Alleingang
dominierte und den Gruppensieg bescherte.
Der Einzug ins Halbfinale brachte die Wiederauflage der Partie
gegen die Schweiz. Und wie auch schon im Vorrundenspiel tat sich die
Equipe im ersten Satz leichter als im zweiten. Denn wieder ließ die
Konzentration nach, und die Schweizer konnten dem Spiel immer
deutlicher ihren Stempel aufdrücken. Aber zur rechten Zeit nahm Trainer
Thiele eine Auszeit und machte seinen Spielern noch mal deutlich, um
was es eigentlich geht. Durch die Ansprache und von einem begeisterten
Publikum angespornt mobilisierte das Team die letzten Kräfte und gewann
in zwei Sätzen.
Im
Finale standen den Deutschen die Esten gegenüber – eigentlich der
Klassiker bei Indiaca-Weltmeisterschaften. Und besonders erfreulich aus
Kamener Sicht: Mit Stellspielerin Frederieke Schmidt und
Mannschaftskapitän Stephan Ostermann standen zwei Spieler des hiesigen
CVJM im Kader. Und wie in der Vorrunde dominierte das Team in
Weiß-Schwarz die Balten. Zu keinem Zeitpunkt des Spiel ließ die
Mannschaft einen Zweifel aufkommen, wer der verdiente Weltmeister sein
würde. Und doch brachen beim entscheidenden letzten Punkt alle Dämme
und Spieler und Trainer lagen sich freudestrahlend in den Armen. Das
spätere Bad im Whirlpool war dann auch der Startschuss für eine
feucht-fröhliche Indiaca-Party ...
Das
Mixed-Finale war das letzte Spiel in diesem hochklassigen Turnier, in
dem sich einmal mehr Deutschland als der stärkste Indiacaverband
präsentierte. In fünf der sechs Spielklassen gewannen die
schwarz-weißen Teams, darunter auch die Damenmannschaft mit der Kamener
Spielerin Nicole Janetzki. Nur in der „Königsklasse“, bei den Herren,
musste man sich bärenstarken Luxemburgern vor einer unglaublichen
heimischen Kulisse geschlagen geben.
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Letzte Aktualisierung: 04.01.2009 |