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30.10.2007 - DEM in Detmold

 

Die Damen haben allen Grund zu feiern

– Deutschen Eichenkreuzmeisterschaft in Detmold endet mit einem Sieg für die Damen und einen vierten Platz für die Herren

Zum Schluss lächelte Damentrainer Danny Thiele zufrieden, die Anspannung war verflogen, seine Mädels hatten es zum dritten Mal in den letzten vier Jahren geschafft, die begehrte Trophäe zu erringen: den Pokal der deutschen Eichenkreuzmeisterschaft 2007. Und der Titel ging ganz zurecht an das Kamener Team. Souverän gewann es alle Spiele und damit die Meisterschaft. Auf dem Turnier im lippischen Detmold spielte die Mannschaft in einer Spielklasse für sich. Schon nach dem Ende der Vorrunde war klar, dass die Kamenerinnen, wenn alles mit rechten Dingen zuging, Meister werden mussten. Zu deutlich, manchmal regelrecht deklassierend fielen die Ergebnisse aus. Für das Spielniveau zahlte es sich aus, dass Nationalspielerin Nicole Janetzki im Sommer nach Kamen gewechselt ist, um die Mannschaft zu verstärken. Insbesondere ihr technisch versiertes Spiel ließ die Gegnern oftmals in die Defensive geraten, so dass die Damen von der Seseke mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Spielen immer den eigenen Stempel aufdrücken konnten. Ebenso ist der Verdienst dem Trainer zu zurechnen, der geschickt während der Matches wechselte und so die gesamte Breite des Kamener Spiels erst in Szene setzte.

Wie viel der Sieg einer CVJM-Meisterschaft wert ist, wird sich zeigen, wenn es um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften 2008 in Wattenscheid geht. Denn die Konkurrenz im Westbund ist sehr groß. Immerhin können die Damen glücklich sein, auch noch etwas Weiteres gewonnen zu haben: Ein Spanferkel für die anstehende Meisterfeier!

Auch die Herren können mit dem Turnierverlauf zufrieden sein. Wenn vor den Wettkämpfen das Ziel ausgegeben wurde, ins Viertelfinale zu kommen, so erreichte das Team um die Nationalspieler Christian Kunze, Stephan Ostermann und Alexander Weber letztlich den vierten Platz. Dabei zeigte das Team am ersten der beiden Spieltage eine Konstanz und einen Spielwitz, wie er seit langem nicht mehr zu sehen war. Alle entscheidenden Aktionen entschied die Mannschaft, deren Stellspiel wieder von Martin Daubitz verwaltet wurde, für sich. Einzig im letzten Spiel des Tages, nachdem der Gruppensieg schon feststand, gaben sich die Kamener eine Blöße und verloren. Im Viertelfinale am nächsten Tag war die Spannung wieder da und Bornich wurde sehr deutlich besiegt. Im Halbfinale war dann aber Schluss, der Gegner aus Sylbach, späterer Meister, ließ dem westfälischen Team einfach keine Chance. Auch das Spiel um Platz drei ging letztlich etwas frustriert verloren.

Das Ergebnis der Herren markiert allerdings eine Zweiklassengesellschaft im deutschen Indiaca: Es haben eben die vier Mannschaften den Titel unter sich ausgemacht, die auch auf den Deutschen Meisterschaften in den Halbfinalen gegeneinander spielten. Dass die Kamener dazu gehören können, ist insbesondere für den Vereinsvorsitzenden Dirk Marquardt erfreulich: „Herzlichen Glückwunsch an eine Mannschaft, die mit ihrer Ruhe und Leidenschaft, ihrem Spielwitz den alten großen Erfolgen wenig nachsteht."

Es spielten:

Damen: Nathali Boese, Svea Freese, Nicole Janetzki, Julia Kunze, Anne Ostermann, Stephanie Paul, Fredrike Schmidt

Herren: Martin Daubitz, Sven Janssen, Christian Kunze, Sebastian Ostermann, Stephan Ostermann, Alexander Weber, Oliver Wojcik

Geschrieben von Sebastian Ostermann | aktualisiert am Sonntag, 31. Oktober 2010 um 16:54 Uhr

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