Worldcup Karlsruhe 2002

 

1. Indiaca-Worldcup in Karlsruhe

> Bericht

Der CVJM Kamen hat Anfang November 2002 erneut Geschichte geschrieben und seiner umfangreichen Titelsammlung einen weiteren Erfolg hinzugefügt: beim 1. Indiaca-Worldcup in Karlsruhe gewann die Herrenmannschaft im Finale gegen den Indiaca-Club Tartu aus Estland mit 2:0 und ist damit die derzeit beste Mannschaft der Welt!

Insgesamt 44 Mannschaften aus sechs Nationen trafen sich vom 31.10. bis zum 03.11. in Karlsruhe, um in sechs Spielklassen (Damen, Herren, Mixed sowie die entsprechenden Seniorenklassen 40+) den 1. Worldcup für Vereinsmannschaften auszutragen. Nach der 1. Weltmeisterschaft, die im vergangenen Jahr in Estland stattfand, war dies die zweite Großveranstaltung, die von der International Indiaca Association (IIA) ausgerichtet wurde, und der Ausrichter wurde dem hohen Anspruch gerecht. Über 1000 Besucher an den drei Turniertagen und eine ausführliche TV-Berichterstattung im regionalen Programm des SWR sorgten für das bisher größte Publikum bei einem Indiaca-Turnier. Anders als bei der WM konnte jede Nation zwei Mannschaften ins Rennen schicken. Die Kamener Herren qualifizierten sich im Juni mit dem 2. Platz bei der DM in Bochum neben dem Deutschen Meister VfL Gerstetten für die Teilnahme. Bei den Herren gingen außerdem je zwei Mannschaften aus Estland, Luxemburg und der Schweiz sowie jeweils eine Mannschaft aus Japan und der Slowakei an den Start.

Die Kamener mussten in ihrer Vorrundengruppe am Freitag gleich im ersten Spiel gegen den estnischen Meister und Mitfavoriten vom Tartu Indiaca Club antreten. Nach dem enttäuschenden 6. Platz bei den deutschen CVJM-Meisterschaften am Wochenende zuvor wirkte die Mannschaft, die von Sebastian Ostermann und Dirk Marquardt betreut wurde, über weite Strecken immer noch verunsichert. Trotz einer 3-Punkte-Führung in der Mitte des 1. Satzes schlichen sich immer wieder Fehler ins Kamener Spiel und ermöglichten den Esten mit 25:21 doch noch den Satzgewinn. Auch im 2. Satz konnte das Team die Nervosität nicht ablegen und geriet trotz phasenweise guter Leistungen gegen Ende wieder in Rückstand, so dass Tartu auch diesen Satz knapp mit 25:23 für sich entscheiden konnte.

Damit durfte sich das Team in den restlichen drei Begegnungen keine weitere Niederlage mehr erlauben. Erschwerend kam hinzu, dass mit Stephan Ostermann, Maik Schmidt und Danny Thiele gleich drei Spieler angeschlagen nach Karlsruhe gekommen waren. Das drohende Aus bewirkte nun aber den erforderlichen Motivationsschub. In den nächsten beiden Partien gegen Pine (Japan) und Stabio (Schweiz) fand das Team immer besser ins Spiel und fuhr zwei ungefährdete Siege ein. Im letzten Spiel gegen Indiaca Bettendorf (Luxemburg) kam es damit zu einem echten Endspiel um den zweiten Gruppenplatz, da beide Mannschaften 4:2 Punkte auf dem Konto hatten. Nach einem 2:6-Rückstand kämpften sich die Kamener langsam aber stetig heran und schafften beim Stand von 18:18 erstmals den Ausgleich. Am Ende konnte der 1. Satz knapp mit 25:23 gewonnen werden. Im zweiten Satz führte man schon deutlich mit 20:12, als die Spannung nachließ und Bettendorf beim Stand von 21:18 fast noch den Anschluss geschafft hätte. Doch Kamen hielt dagegen und zog mit 25:20 ins Halbfinale ein.

Dort wartete mit dem amtierenden Deutschen Meister vom VfL Gerstetten der Sieger der anderen Vorrundengruppe – alles andere als eine leichte Aufgabe. Doch die Kamener Spieler waren jetzt hochkonzentriert und kämpften von Anfang an um jeden Punkt. Gerstetten war diesem Druck nicht gewachsen und unterlag im ersten Satz mit 25:21. Auch den zweiten Satz dominierten die Kamener und hatten beim Stand von 24:20 bereits 4 Matchbälle, die jedoch allesamt nicht genutzt werden konnten und Gerstetten noch einmal heranbrachten. Nach einem erfolgreichen Angriff von Stephan „Blizzzzi" Ostermann hatten die Kamener erneut Matchball. Christian „Rausche" Kunze konnte den folgenden Gerstettener Angriff blocken. Die Annahme der Schwaben flog über das Netz und wurde vom überragenden Stellspieler Danny Thiele unerreichbar ins gegnerische Feld zurückgeschmettert und bescherte den Sesekestädtern mit 26:24 den Einzug in das Finale am Sonntag.

Vor über 500 Zuschauern kam es hier gegen Tartu nicht nur zu einer Revanche für die Vorrundenniederlage, sondern auch zu einer Neuauflage des WM-Endspiels vom vergangenen Jahr. Sowohl auf estnischer als auch auf deutscher Seite wurden fast die gleichen Spieler eingesetzt, die im vergangenen Jahr jeweils die Nationalmannschaft bildeten. Coach Ostermann hatte das Team vor dem Finale vor allem auf die Nervenschwäche der Esten hingewiesen und seine Spieler aufgefordert, von Anfang an Stimmung zu machen und Siegeswillen zu demonstrieren. Diese Taktik ging auf. Tartu war mächtig verunsichert und ermöglichte dem heimischen Team gleich zu Beginn durch fünf eigene Fehler in Folge einen Auftakt nach Maß. Kamen nahm diese Geschenke dankend an. Während Tartu auch danach überhaupt nicht ins Spiel fand, spielte der heimische CVJM fast fehlerfrei auf höchstem Niveau und demoralisierte die Esten damit zusätzlich. Mit 25:12 wurde Tartu im ersten Satz regelrecht „abgeschossen". Der zweite Satz verlief zunächst etwas ausgeglichener. Doch als Wolfram Faß nach einer spektakulären Abwehraktion von Maik Schmidt beim Stand von 15:12 erstmals für einen 4-Punkte-Vorsprung sorgte, war der Widerstand endgültig gebrochen und Kamen brachte den Satz ungefährdet mit 25:16 nach Hause.

Die zahlreichen mitgereisten Fans sorgten anschließend eine ausgelassene Stimmung bei der Siegerehrung. Feierlich wurde es dann noch einmal, als die Flagge der IIA an Japan als Ausrichter der WM 2004 übergeben wurde. Der nächste Worldcup wird im Jahr 2006 stattfinden, ein Ausrichter steht noch nicht fest.

CVJM Kamen:
Martin Daubitz, Wolfram Faß, Christian Kunze, Stephan Ostermann, Maik Schmidt und Danny Thiele

> Bilder

Geschrieben von Super User | aktualisiert am Montag, 01. November 2010 15:36

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