Worldcup Saitama (Japan) 2015

 

Herren gewinnen den Worldcup 2015

> Bericht

Die beste Indiaca-Vereinsmannschaft der Welt kommt aus Kamen. Beim Worldcup in Saitama / Japan bezwangen die Herren des heimischen CVJM im Endspiel den STV Meltingen-Zullwil mit 25:16 und 25:22. Sie holten damit nach 2002 zum zweiten Mal den Titel in die Sesekestadt. Die Damen des CVJM belegten am Ende Platz 6 und waren damit das am besten platzierte deutsche Team.

Der Indiaca-Worldcup für Vereinsmannschaften ist vergleichbar mit der Champions-League im Fußball und fand zum vierten Mal nach 2002, 2006 und 2010 statt. Teilnahmeberechtigt sind pro Nation bis zu 2 Mannschaften . Die Kamener Herren hatten sich bei der DM 2014 in Dülmen als Deutscher Meister qualifiziert, die Damen reisten als letztjähriger Deutscher Vizemeister an. Austragungsort war die zehntgrößte japanische Stadt Saitama in der Nähe von Tokio, die u.a. auch Heimat der Urawa Red Diamonds aus der japanischen J-League im Fußball ist. Insgesamt umfasste die Kamener Delegation 22 Teilnehmer, die ihre Reise in das fernöstliche Land überwiegend selbst finanzieren mussten.

Nach einem ersten Trainingstag und einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier nebst Welcome-Party hatten die Teams zunächst einen spielfreien Tag, der zum Sightseeing in Saitama genutzt wurde. Dabei wurde u.a. der bekannte Hikawa-Schrein besichtigt. Danach stiegen sowohl die Damen als auch die Herren mit ihren jeweiligen Vorrundenspielen in das Turnier ein. Die Damen fanden im ersten Spiel noch nicht zu ihrem Rhythmus und mussten sich dem japanischen Team Color unglücklich mit 23:25 und 27:29 geschlagen geben. Das sollte sich am Ende rächen, denn nach zwei Siegen gegen Bettendorf (Luxemburg) und Elion SK (Estland) unterlag man im entscheidenden Gruppenspiel gegen SFG Morbio (Schweiz), dem späteren Titelträger. So spielten die Damen am nächsten Tag nur um Platz 5 und mussten sich dort gegen Hisho (Japan) knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Auch die Herren taten sich in ihrer Vorrundengruppe schwer. Nach einem ungefährdeten Sieg gegen Elion SK (Estland) traf man auf das Team vom STV Meltingen-Zullwil aus der Schweiz. Trotz einer Dominanz im ersten Satz verschenkte das Team um Kapitän Alexander Weber am Ende den Satz mit 22:25. Im zweiten Satz lief man dann ständig einem Rückstand hinterher und verlor am Ende glatt in zwei Sätzen. Im letzten Spiel gegen Chowa (Japan) reichte dann ein Arbeitssieg, um das Ticket für das Halbfinale zu lösen.

Dort traf man am nächsten Tag auf das Team aus Bettendorf. Beide Teams kennen sich seit langen Jahren, und man merkte von Beginn an, dass die Luxemburger mehr Respekt vor den Kamenern hatten als umgekehrt. Die Kamener nutzten diesen psychologischen Vorteil und dominierten den ersten Satz mit ihrem variablen Angriff. Insbesondere Christian Ewald sorgte immer wieder für spektakuläre Punktgewinne. Im zweiten Satz schlichen sich dann immer wieder unnötige Fehler in das Kamener Spiel und man verpasste so eine frühzeitige Entscheidung. Als ausgerechnet der bis dato fast fehlerfrei agierende Mittelangreifer Mark Potthof den zweiten Matchball am Block vorbei ins Aus legte, begann beim Stand von 24:24 ein neues Spiel. Nach spektakulären Ballwechseln und wechselnden Führungen zog der CVJM am Ende auch etwas glücklich mit 34:32 in das Finale ein.

Hier kam es vor ca. 1.500 Zuschauern zu der erhofften Revanche gegen Meltingen. Ähnlich wie gegen Bettendorf starteten die Kamener auch hier furios. Insbesondere dank einer starken Feldabwehr, bei der sich einmal mehr Matthias Vollmer Bestnoten verdiente, wurde der erste Satz glatt mit 25:16 gewonnen. Auch der zweite Satz ähnelte dem Halbfinale. Allerdings ließen die Sesekestädter diesmal nichts mehr anbrennen. Ausgerechnet Hauptstellspieler Daniel Marquardt machte dann mit einem direkt verwandelten zweiten Ball den vorentscheidenden Punkt zum 24:22. Der anschließende Angriff von Meltingen landete im Netz, und der Jubel im Kamener Lager kannte keine Grenzen mehr.

(Spieler-)Trainer Christian Kunze brachte es anschließend auf den Punkt: „Der Schlüssel zum Sieg war unser Teamgeist. Alle – insbesondere die Auswechselspieler Oliver Wojcik und Nils Quellenberg haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Dafür noch einmal ein ganz dickes Dankeschön“ Und der mitgereiste Vorsitzende Dirk Marquardt ergänzte: „Das Team ist zum großen Teil identisch mit der Mannschaft, die 2009 den Jugendworldcup gewonnen hat. Diese Konstanz haben andere Teams im Gegensatz zu uns nicht“. Marquardt vergaß nicht, sich auch bei Pascal Büscher, Hannes Ewald und Alexander Goebel zu bedanken, die in der Vorbereitung die bereits gebuchten Flüge aus gesundheitlichen bzw. persönlichen Gründen stornieren mussten.

Am Samstag wird der größte Teil der Kamener Mannschaften zwischen 15 und 16 Uhr am Kamener Bahnhof erwartet. Wer die Teams dort empfangen möchte, ist herzlich eingeladen.

Damen: Nathali Boese, Svea Daubitz, Sandra Denninghoff, Nicole Herrlich, Nadine Heßler, Sina Kiszka, Anne Ostermann, Frederike Schmidt und Daniela Vorholt, Trainerin: Gabi Marquardt

Herren: Christian Ewald, Christian Kunze, Daniel Marquardt, Mark Potthoff, Nils Quellenberg, Matthias Vollmer, Alexander Weber und Oliver Wojcik, Trainer: Christian Kunze

> Bilder

Geschrieben von Dirk Marquardt | aktualisiert am Sonntag, 17. Juli 2016 21:12

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