Worldcup Leuze (Belgien) 2023

 

Kompletter Medaillensatz für den CVJM

Die Mixedmannschaft startete mit einer weißen Weste ins Turnier. Sowohl gegen Jumpers Alzeng (LUX), Tallinna IK (EST) und STV Himmelried (SUI) gewann man glatt mit 2:0. Lediglich gegen Tallinn sah das Ergebnis am Ende mit 25:18 und 25:22 etwas knapper aus. Letztlich war der Gruppensieg aber nie in Gefahr.

Im Halbfinale spielte man gegen Indiaca Bettenduerf. Die Kamener starteten furios in das Match und ließen dem luxemburgischen Meister im ersten Satz keine Chance. Mit 25:17 sah zu diesem Zeitpunkt alles nach einem klaren Erfolg aus. Im zweiten Satz schlichen sich immer wieder Fehler ins Spiel. Trotz eines zwischenzeitlichen 5-Punkte Rückstands hatte der CVJM beim Stand von 19:20 die Chance zum Ausgleich, doch der Kamener Angriff landete im Netz. So ging der Satz mit 25:20 an Bettenduerf. Im dritten Satz dann zunächst das gleiche Bild wie im ersten. Kamen spielte mit 14:7 eine deutliche Führung heraus, ehe Bettenduerf noch einmal auf 20:18 heran kam. Doch das Team behielt die Nerven und siegte schließlich mit 25:20.

Im Finale traf man wie bereits in der Vorrunde auf die Mannschaft aus Tallinn. In einem spannenden und hochklassigen Match besiegte man die Esten mit 23:25, 25:21 und 25:23. Nach verschlafenem Beginn kam die Aufholjagd im ersten Satz leider zu spät. Im zweiten Satz ließ man sich die Führung nie aus der Hand nehmen. Dramatisch verlief dann der dritte Durchgang. Tallinn setzte sich in der Mitte des Satzes immer weiter ab und führte schließlich mit 20:15. Doch dann spielte sich der CVJM in einen wahren Rausch und drehte das schon verloren geglaubte Spiel. Nach dem dritten Platz 2019 ist dies der erste Titel beim Worldcup in dieser Spielklasse.

Die Frauen gewannen ihr Auftaktspiel gegen Indiaca Kolmer-Bierg (LUX) locker in 2 Sätzen und trafen anschließend auf SFG Chiasso aus der Schweiz. Es entwickelte sich ein hochklassiges und hart umkämpftes Spiel, in dem die Schweizerinnen am Ende knapp mit 26:24 und 25:21 die Nase vorn hatten. Im abschließenden Spiel gegen Põlva IK aus Estland ließen die Mädels aber nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit Platz 2 das Ticket für das Halbfinale.

In zwei hart umkämpften Sätzen bezwangen sie dort den TSV Grünwinkel mit 25:23 und 25:23. In beiden Sätzen lagen sie permanent und teilweise deutlich in Führung, mussten aber zum Ende jeweils zittern. Dennoch behielten sie die Ruhe und zogen am Ende verdient in das Finale ein.

Dort trafen sie erneut auf Chiasso. Trotz großem Kampf mussten sich die Kamener Frauen mit 25:22, 19:25 und 23:25 knapp in 3 Sätzen geschlagen geben. Gegen die Schweizerinnen, die fast identisch mit ihrer Nationalmannschaft sind, waren sie stets auf Augenhöhe und konnten den ersten Satz nach ständiger Führung nach Hause bringen. Der zweite Satz verlief lange ausgeglichen, ehe am Ende der Faden riss und Chiasso den Satz deutlich gewann. Auch im dritten Satz lag das heimische Team lange in Führung. Chiasso drehte am Ende aber einen 17:19 Rückstand und nutzte den zweiten Matchball. Dennoch kann das junge Kamener Team stolz auf die gezeigte Leistung sein und den Gewinn der Silbermedaille feiern.

Die Männer starteten mit einer Niederlage ins Turnier. Nach starkem Beginn gegen Põlva IK und einer zwischenzeitlichen 7-Punkte Führung schlichen sich immer mehr Fehler ins Kamener Spiel. Zwar wurde der erste Satz noch knapp mit 28:26 nach Hause gebracht, Satz 2 und 3 gingen dann aber an die Esten. Nach zwei glatten Siegen gegen Kolmer-Bierg und Valle del Vedeggio ging es dann gegen die Gastgeber aus Leuze um den Halbfinaleinzug. Einem starken ersten Satz folgte ein schwacher zweiter, ehe man dann im 3. Satz bereits frühzeitig und uneinholbar davonzog.

Im Halbfinale kam es gegen den amtierenden Deutschen Meister TSG Blankenloch zur Neuauflage des Finales von 2019. In drei äußerst knappen und teils dramatischen Sätzen unterlagen die Kamener mit 26:28, 25:22 und 23:25 und mussten damit ihren Traum vom Titel-Hattrick begraben. Dabei hatten sie es sowohl im ersten als auch im dritten Satz selbst in der Hand, das Spiel zu gewinnen. Leider agierte man in Führung liegend jeweils in der Schlussphase zu unkonzentriert und hektisch und ließ die Karlsruher, die vor allem in der Abwehr einen Sahne-Tag erwischten, wieder aufschließen und verlor am Ende denkbar knapp.

Im abschließenden Spiel um Platz 3 wurde dann Bettenduerf mit 2:1 bezwungen und damit die Bronzemedaille gewonnen. Nach einem starken Auftakt ging der erste Satz dabei deutlich mit 25:16 an das heimische Team. Im zweiten Satz begann man unkonzentriert und brachte die Luxemburger wieder ins Spiel. Am Ende ging der Satz ebenso deutlich mit 18:25 an Bettenduerf. Im dritten Satz kehrten die nötige Ruhe und Sicherheit zurück und man gewann mit 25:17.

Die Männer bleiben damit das mit Abstand erfolgreichste Team in ihrer Spielklasse. Mit 3 Erfolgen (2002, 2015 und 2019) sowie zwei dritten Plätzen (2006 und 2023) haben sie bisher bei 5 von 6 Worldcups eine Medaille geholt.

Die Kamener Senioren haben dagegen eine Medaille jeweils knapp verpasst. Die Männer 40+ mussten bereits in ihrem Auftaktspiel Schwerstarbeit leisten. In einem hart umkämpften Spiel gelang am Ende ein knapper, aber verdienter Sieg mit 25:22, 21:25 und 25:23 gegen Fresh Club (JAP). Mit einem ungefährdeten Sieg gegen SFG Bioggio (SUI) sicherten sich die Oldies den Gruppensieg und trafen im Halbfinale auf Plus One (JAP). Dort verloren sie knapp mit 24:26 und 21:25. Im gesamten Spiel lag man meistens mit 2-3 Punkten zurück, kämpfte sich aber immer wieder heran. Leider konnte man daraus aber wenig Kapital schlagen und geriet immer wieder in Rückstand. So entschieden Kleinigkeiten und der eine oder andere eigene Fehler zu viel das Spiel. Im Spiel um Platz 3 traf man erneut auf Fresh Club.  Zu früher Stunde lief man permanent einem Rückstand hinterher und schaffte es nie, die Japaner unter Druck zu setzen. Nach dem 20:25 im ersten Satz konnte man das Spiel im zweiten Satz zwar lange offenhalten, unterlag aber schließlich mit 22:25.

Die Mixed 40+ verlor ihr erstes Gruppenspiel gegen Plus One (JAP) glatt in 2 Sätzen und musste damit gegen SFG Bioggio (SUI) gewinnen. Das Team um Kapitän Stephan "Blizzzzi" Ostermann hielt dem Druck Stand und siegte souverän mit 2:0. Gegner im Halbfinale war der TSV Grünwinkel. Im ersten Satz fand die Mannschaft noch nicht ins Spiel und verlor deutlich mit 15:25. Der zweite Satz verlief dann sehr ausgeglichen, und die Führung wechselte ständig hin und her. Am Ende hatten die Badener die Nase knapp vorn und gewannen auch den 2. Satz mit 25:23. Auch im Mixed 40+ hieß der Gegner im kleinen Finale Fresh Club. Das Spiel war ein Spiegelbild zur Begegnung bei den Männern, so dass man auch hier in beiden Sätzen mit jeweils 20:25 unterlag.

Geschrieben von Dirk Marquardt | aktualisiert am Mittwoch, 09. August 2023 22:57

 Was ist Indiaca?

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